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Abrechnung Bauwasser oder: Abzocke

Letzte Woche konnte ich endlich unseren Standrohrwasserzähler bei der DREWAG Netz wieder abgeben und heute hatten wir die Endabrechnung im Briefkasten.

Eigentlich fehlen mir dazu die Worte, aber letztendlich wussten wir ja, dass das Ding schweineteuer ist. Mal zum Vergleich: Der Standrohrwasserzähler der DREWAG Netz kostet pro Tag 3,50 EUR. Unser kompletter Baustromkasten, der in der Anschaffung mit Sicherheit das 3 oder 4fache des ollen Standrohrwasserzählers gekostet hat, kostet 1,50 EUR pro Tag.

Wieder ein Meilenstein mit meiner Lieblingsfirma - der DREWAG Netz GmbH

Aktuell ist bei uns noch kein Handwerker wieder am Haus gewesen. Es stehen jetzt als nächstes der Aufbau der Heizungsanlage und dann das Aufheizen des Estriches (die "Belegreifmachung") auf dem Programm.

Des weiteren erfolgt nächste Woche die Medienerschließung. Diese ist im Werkvertrag von Dannenmann nicht enthalten und erfolgt auf Kosten des Bauherren.

Und leider musste ich dazu wieder Kontakt mit der DREWAG Netz bzw. deren Sublieferanten aufnehmen. Hoffentlich zum allerletzten Mal in meinem Leben. Aber der Reihe nach - zur Medienerschließung sind die folgenden Schritte notwendig:

Tag 79: Abnahme des Schornsteins durch den Bezirksschornsteinfeger

Heute vormittag war ich mit unserem Bezirksschornsteinfeger am Haus und habe die Schornsteinabnahme mit ihm gemacht. Ich zitiere mal den Schorni:

"Ich bin sehr zufrieden. Alles einwandfrei - eine sehr schöne Schornsteinanlage."

Beim Kaminkehren hat man ja mittlerweile die freie Wahl welchen Schornsteinfeger man beauftragt. Bei Abnahmen von Schornsteinen und Öfen muss man aber den zuständigen Bezirksschornsteinfeger beauftragen.

Der Schorni hatte auch einen Lehrling oder Praktikanten mit (was ein junger Bursche - da merkt man erst wie alt man selber ist... :-) Er durfte dann auch den Umlenkspiegel halten, mit dem man den Rauchabzug von unten inspizieren kann :-)

Darauf hat der Schorni bei der Abnahme geachtet:

  • Ist das Rauchrohr isoliert?
  • Ist der Schornstein in den Wohnetagen verputzt?
  • Ist eine Dämmung zwischen Schornstein und Mauerwerk vorhanden?
  • Hat der Schornstein ausreichend Abstand zu den Balken des Dachstuhls?
  • Kommt er von außen gut an den Schornstein heran (Trittstufen auf dem Dach)?

Das Ganze hat ca. 15 Minuten gedauert. Und dann haben wir noch etwas geplaudert:

Unser Schorni hat jetzt 50jähriges Berufsjubiläum und er hat schon damals Mitte der 50iger Jahre bei der auf unserem Grundstück gestandenen "VEB Nahrungsmittel und Feinkost" gekehrt. Daher weiß ich jetzt auch, dass hier Dresden's beste Worcester-Soße (für die Wessis: Das spricht man "Wusster"-Soße aus - kein Scherz!) hergestellt wurde! Die haben sie früher nämlich immer gekriegt, wenn sie hier die Kamine gekehrt haben... :-)

Ach ja: Die komplette Abnahme (also Schornstein und Kamin) wird ca. 130 EUR kosten.

Kosten für Baustrom: Rohbau

Bei uns ist der Verbrauch an Baustrom im Werkvertrag inklusive, aber vielleicht ist es ja für den ein oder anderen von Euch interessant: Für den Rohbau (mit Keller) haben wir innerhalb von 44 Tagen insgesamt

312 kWh = ca. 80 EUR

an Baustrom verbraucht.

Termin beim Kaminbauer Teil 4: Hark hat den Zuschlag!

Am Montag hatte ich noch beim Ofenbauer in der Nähe von Freiberg angerufen. Ich hatte nur seine Frau am Apparat, die mir leider nicht weiterhelfen konnte. Aber sie hatte alles aufgenommen und ihr Mann wollte mich dann kurzfristig zurückrufen. Bis heute (Mittwoch) hat er das leider nicht getan. Damit ist er leider raus aus dem Rennen - wer nicht mal Zeit für einen kurzen Rückruf zur Terminvereinbarung hat und ich dann quasi schon betteln muss, um ein Angebot zu kriegen... Nein Danke. Außerdem drängt bei uns auch etwas die Zeit, da der Schornsteinbauer die Anschlusshöhe des Rauch- und Zuluftstutzens braucht.

Also war ich heute noch einmal bei Hark und sie haben von mir heute den Zuschlag bekommen! Wir haben gleich alles fest gemacht und einen entsprechenden Werkvertrag über den Kamin abgeschlossen.

So in etwa wird er aussehen - nur nicht mit Chrom-Blendrahmen
sondern mit schwarzem Rahmen

Tag 41: Filigrandecke (Erdgeschoss)

Am Wochenende haben es die Absperr-Hütchen auf dem Parkplatz vor unserer Straße schon angedeutet: Heute stand wieder einmal ein Schwerlasttransport zu unserer Baustelle auf dem Programm. Es wurden die Stahlbetonteile der Filigrandecke fürs Erdgeschoss angeliefert und montiert.

Aussparung in der Erdgeschossdecke für die Treppe und den Lichtraum

Dazu wurden alle Stützen aus dem Keller nun hoch ins Erdgeschoss geschafft. Jetzt könnte man mal den Keller "frei" betreten - allerdings steht da unten teilweise ca. 1 cm Wasser auf dem Boden und ich hatte keine Lust mir meine Schuhe einzusauen. Morgen nehme ich eventuell mal Gummistiefel mit. Übrigens ist ein wenig Wasser im Keller laut unserem Bauleiter kein Problem und macht der Bodenplatte nichts aus. Wenn es mehr wird würde Dannenmann das Wasser kurz auspumpen lassen.

Termin beim Kaminbauer Teil 3

Gerade komme ich noch einmal von einem Termin bei Firma Hark. Bei meinem letzten Besuch Ende letzten Jahres war ich von der Beratung nicht so sehr angetan und so hatten wir eigentlich beschlossen nochmal mit lokalen Ofenbauern zu sprechen, bevor wir bei einem der "Global Player" einen Kamin kaufen.

Leider war das erste Gespräch mit Ofenbau Herrmann doch sehr ernüchternd, denn qualitativ waren die Kamine dort natürlich "ein Schmankerl", aber preislich leider für uns nicht machbar. 50% über unserem Budget beim ersten Angebot - das war leider zuviel... Wir scheinen hier nicht ganz in die Zielgruppe zu passen.

Daher wollten wir nochmal mit einem Ofenbauer aus der näheren ländlichen Umgebung Kontakt aufnehmen und ich habe auch Firma Hark heute nochmal eine Chance gegeben. Und sie haben wieder Boden gut gemacht :-)

Termin beim Kaminbauer Teil 2

Letzte Woche waren wir ja beim Kaminbauer und haben uns ein Angebot über unseren Kamin erstellen lassen. Gestern waren wir nun wieder da und haben das Angebot durchgesprochen.

Beim ersten Termin hatten wir zunächst besprochen was wir uns so vorstellen. Das hat Herr Herrmann von Ofenbau Herrmann auch einwandfrei umgesetzt: Der Entwurf gefiel uns auf Anhieb sehr gut. Ofenbau Herrmann fertigt zu jedem Angebot eine 3D-Planung an, sodass man sich auch als Laie sehr gut vorstellen kann, wie der Kamin später im Raum einmal wirken wird. Diese Planung bekommt man (ähnlich wie bei den Küchenbauern) allerdings nicht mit. Das ist ok für mich und ich kann es auch gut verstehen - steckt ja viel Arbeit drin, was man nicht unbedingt der Konkurrenz zur Verfügung stellen möchte...

Menge und Kosten Bodenaushub

Heute habe ich von unserem Bauleiter die Info über den durchgeführten Bodenaushub erhalten. Die abgefahrene Menge Bodenaushub wird in der Deponie bzw. dort, wo der Aushub entsorgt wird (bei uns eine alte Kiesgrube), genau gewogen. Die Wiegeprotokolle erhält man als Bauherr dann zusammen mit der Rechnung.

Menge insgesamt: 465 to
Davon Bauschutt: 100 to

Kosten: ca. 5900 EUR (ca. 12,70 EUR/to brutto)

Das Ganze liegt also voll in unseren geplanten Kosten von 7500 EUR. Obwohl anscheinend recht viel Material zur Verfüllung der Baugrube geeignet war und auf dem Grundstück gelagert wurde, kann es trotzdem sein, dass wir da noch etwas dazukaufen müssen. Somit ist also die Reserve von 1600 EUR auch nicht all zu hoch.

Versicherungen für Bauherren

Es gibt einige Versicherungen, die für Bauherren unverzichtbar sind, damit der eigene Traum nicht zum Alptraum wird. Jeder sollte sich natürlich selbst nochmal informieren, denn ich bin kein Versicherungsfachmann! Gute Anlaufstellen sind zum einen der eigene Versicherungsvertreter, falls man so jemanden hat, und zum anderen diverse Bücher für Bauherren (siehe hier unter Linksammlung). Ich persönlich informiere mich grundsätzlich bei der Stiftung Warentest bzw. Finanztest. Die dortigen Testberichte sind zwar bzgl. Bauherren schon etwas veraltet, sodass die Preise kaum noch Gültigkeit haben, aber das Hintergrundwissen hat sich nicht geändert. Daher sind die Berichte immer noch eine gute Informationsquelle.

Bauwasser ODER: Die Keimfreiheit des Trinkwasseranschlusses

Anfang dieser Woche habe ich bei der DREWAG noch einen befristeten Netzanschluss Wasser, kurz: Bauwasseranschluss, gestellt. Ursprünglich wollte ich mir den Anschluss mit meinem Nachbarn teilen, denn für den Anschluss kommen ganz ordentliche Kosten zustande:

- Miete Standrohrwasserzähler: 3,42 EUR/Tag
- Bereitstellungspauschale: 41,73 EUR

Macht bei einer Mietdauer von ca. 6 Monaten Bauzeit ca. 650 EUR! Ganz schön ordentlich! Infos bekommt man auf der (unübersichtlichen) DREWAG-Webseite: http://www.drewag-netz.de/de/Netzanschluss/Allgemeines/Befristete-Netzanschluesse-Wasser.html

Zusatzkosten Hausautomatisierung mit Loxone

Wir werden eine Hausautomatisierung von Loxone in unser neues Eigenheim einbauen. Das System von Loxone hatte ich ja bereits in einem anderen Post beschrieben. Trotzdem hier nochmal eine kurze Zusammenfassung, was wir mit Loxone automatisieren werden:

  • Rolladensteuerung
  • Heizungssteuerung
  • Lichtsteuerung im Flur/Treppenhaus, Küche, Wohnzimmer und Außenbereich
  • Schaltbare Steckdosen für indirekte Beleuchtung im Wohnzimmer und Außenbereich
  • Einfache Alarmanlage (Öffnungskontakte Türen/Fenster, Glasbruchsensoren)
  • Eventuell später: Gartenbewässerung

Im Post "Bemusterung Teil 2: Elektrik" kann der genaue Umfang der Automatisierung noch einmal nachgelesen werden.

Sehr schön ist, dass unser Elektropartner, Elektro Schöps, auch bereit ist die Loxonekomponenten mit aufzubauen und zu verkabeln. Das ist keines Falls selbstverständlich, denn er muss natürlich auch die Gewährleistung dafür übernehmen. Und das für ein System, was er letztendlich nicht kennt. Die Programmierung ist natürlich von seiner Leistung ausgenommen (so schnell kann er sich auf keinen Fall in ein neues System "denken" und es wäre ja vorerst auch nur für mich). Das ist kein Problem, da ich die Programmierung sowieso selbst machen will. In vielen Baublogs habe ich gelesen, dass Elektriker dazu nicht bereit sind und darauf bestehen ersteinmal alles zum Beispiel mit KNX zu verkabeln. Da Loxone sehr flexibel ist kann man das später zwar wieder miteinander verbinden, aber letztendlich ist es doppelte Arbeit und vermutlich entstehen auch höhere Kosten. Aber die Probleme haben wir ja glücklicherweise nicht :-)

Nun aber die spannende Frage: Aber was kostet der ganze (Männer-)Spaß?!?


Kosten für Baustrom

Jede Baustelle braucht Strom - logisch. Aber woher nehmen, wenn noch gar kein Haus mit Steckdosen vorhanden ist?

Dafür haben die schlauen Ingenieure den Baustrom erfunden :-) Wenn es nicht gerade eine einfache Lösung gibt (Nachbarn fragen - Achtung! Es wird auch Starkstrom benötigt!), so gehört zu jeder Baustelle ein sogenannter Baustromverteiler. Dabei handelt es sich um einen Verteilerkasten, der direkt an der Baustelle steht und der vom Versorger mit Strom versorgt wird. In Dresden muss man den Anschluss bei der  DREWAG beantragen.

Beispiel für einen Baustromverteiler, (c) Peter Hermann Elektroinstallation

Baustellenbeschilderung angebracht

Unsere Nachbarn, die nächste Woche mit Ihrem Bau beginnen wollen und daher uns zeitlich etwas voraus sind, haben sich in dieser Woche bereits um die Baustellenbeschilderung und Absperrung/Parkverbot der Baustellenzufahrt gekümmert.

Der Moritzburger Platz, über den die Zufahrt zu unseren Grundstücken erfolgen muss, wird zur Zeit als Parkplatz mehr oder weniger ungeordnet genutzt. Da die Zufahrt zu unseren Baustellen auch mit schweren LKW gesichert sein muss (Zufahrt mit LKW bis 40 to), muss der Moritzburger Platz entsprechend gesperrt werden bzw. eben an einigen Stellen Parkverbot ausgesprochen werden.

YIPIEH! Unsere BAUGENEHMIGUNG ist da!


....und das sogar ganze 10 Tage vor dem anberaumten Termin des Bauamts! Jetzt ist es amtlich:

 WIR DÜRFEN BAUEN!


Baugrundgutachten - Oder: Es lohnt sich

Des weiteren habe ich gestern die Erstellung desBaugrundgutachtens in Auftrag gegeben. Anhand des Baugrundgutachtens wird entschieden, wie das Haus gegründet werden muss, damit später auch nichts verrutscht :-) Des weiteren bekommt man Informationen über die Regenwasserversickerung, Bodenart, notwendige Entsorgung des Erdaushubs etc. Im Detail beinhalten die Angebote ca. folgenden Umfang:

  • Schichtenaufbau des Untergrundes
  • Bodenklassen
  • Grundwassersituation, insbesondere HGW (Bemessungswasserstand)
  • Lagerungsdichte
  • Bettungsmodul
  • zulässige Bodenpressung
  • Gründungsempfehlungen
  • Erdbau, Bodenaustausch
  • Abdichtungsvariante nach DIN 18195
  • Versickerungsverhältnisse (Nachweis Regenwasserversickerung)

Ich habe 2 Ingenieursbüros angefragt und der Preisunterschied war schon deutlich. Verschiedene Angebote bekommt man unverbindlich über eine Anfrage bei http://gutachten.geo.net zugeschickt. Und dann hat uns Dannenmann noch den Bodengutachter empfohlen, mit dem sie schon einige Male zusammengearbeitet haben:

Bodengutachter 1 (über gutachten.geo.net): 450 EUR inkl. MwSt.
Bodengutachter 2 (über Dannenmann): 650 EUR inkl. MwSt.

Fazit: Hier lohnt sich ein Vergleich.

Vergleich von Vermessungsleistungen - Oder: Es lohnt sich nicht

Schon im letzten Jahr hatte ich das Vermessungsbüro, welches den Lage- und Höhenplan zur Teilung der Grundstücke auf unserem Baufeld erstellt hat, bezüglich der noch offenen Vermessungsleistungen angefragt:

  • Grob- und Feinabsteckung des Gebäudes
  • Lageplan zum Bauantrag
  • Einmessung des fertigen Gebäudes für das Katasteramt

Damals hatte ich den Lageplan für den Bauantrag nicht an das Vermessungsbüro vergeben sondern direkt von unserem zuständigen Bauingenieur bei Firma Dannenmann erstellen lassen, da das nur 50% des Preises vom Vermessungsbüro gekostet hatte. Daraufhin hat das Vermessungsbüro zur Übernahme der Daten weitere 100 EUR gefordert, was ich ersteinmal nicht akzeptiert hatte (obwohl es damit trotzdem noch billiger war als wenn ich den Lageplan zum Bauantrag vom Vermessungsbüro hätte anfertigen lassen).

Nun habe ich mir noch einmal Alternativangebote eingeholt und festgestellt, dass es keine gigantischen Unterschiede in der Endsumme gibt. Die Katastereinmessung erfolgt sowieso nach Gebührentabelle, somit sind alle Vermessungsbüros gleich teuer. Bei der Grob- und Feinabsteckung unterscheiden sich alle Büros bis auf eine Ausnahme kaum.


VermesserGrobabsteckungFeinabesteckungDatenübernahmeMwStGESAMT*
Vermesser 1**
180 EUR
250 EUR
100 EUR
100,70 EUR
630,70 EUR
Vermesser 2
220 EUR
275 EUR
94,05 EUR
589,05 EUR
Vermesser 3
240 EUR
280 EUR
98,80 EUR
618,80 EUR
Vermesser 4
300 EUR
300 EUR
114,00 EUR
714,00 EUR
Vermesser 5
210 EUR
310 EUR
98,80 EUR
618,80 EUR
*: Zuzügl. 630,70 EUR für die Katastereinmessung
**: Der Vermesser, der auch das Baufeld schon komplett vermessen hatte


Fazit: Bis auf der "Vermesser 4" liegen alle also mehr oder weniger gleich auf, sodass sich große Preisrecherchen und das Einholen von vielen Angeboten meiner Meinung nach nicht wirklich lohnt.

Eintragung einer Baulast - Oder der behördliche Paragraphendschungel-Wahnsinn

Ich habe mein Leben lang noch nicht viel mit Behörden zu tun gehabt - mal einen neuen Ausweis beantragt, mal mich mit einer neuen Adresse umgemeldet, mal ein neues Auto angemeldet. Somit konnte ich eigentlich immer nur schmunzeln, wenn ich irgendwo etwas von Paragraphendschungel gehört oder gelesen habe.

Aber wenn man einen Bauantrag stellt, dann erwischt einen der komplette behördliche Dschungel an Paragraphen, Vorschriften, Verfahrensanweisungen, Beamten und Verordnungen wie ein unbarmherziger Tsunami. Ohne Mitleid. Ungebremst. Ohne Gnade.

Naja, generell muss ich hier noch eines vorwegstellen: Die Sachbearbeiter können natürlich auch nichts dafür. Sie haben ihre Vorschriften und Anweisungen. Und wenn man bei einer Behörde arbeitet, kann man nunmal nicht einfach mal so "Fünfe gerade sein lassen". Und alle (ohne Einschränkung!) Behördenmitarbeiter, mit denen ich gesprochen habe, waren immer sehr nett, hilfsbereit und geduldig. Sie haben immer versucht weiterzuhelfen oder Tipps zu geben. Auch kam mir nie jemand "pampig". Ich denke, dass liegt einfach daran, dass "wie man in den Wald hineinruft, so schallt es auch heraus" einfach immer gilt. Aber man erreicht sie eben nur von 8-12 Uhr und oft klingelt halt auch das Telefon - und klingelt und klingelt und klingelt und niemand geht ran. Ist halt so. Wenn man sich damit abfindet und es nicht persönlich nimmt, dann geht auch alles seinen (nun nicht mehr sozialistischen) Gang...

Nun aber zum eigentlichen Thema meines Eintrags: Eintragung einer Baulast

Gebühren Grundbuchamt die Zweite

Eigentlich haben wir ja schon insgesamt ca. 750 EUR Gebühren an das Grundbuchamt überweisen, damit wir als neuer Eigentümer ins Grundbuch eingetragen werden und auch die Grundschuld (die Sicherheit für unsere Bank, falls wir Pleite gehen) eingetragen wird.

Nun haben wir eine weitere Rechnung über 300 EUR vom Amtsgericht in Chemnitz (Grundbuchamt) erhalten. Warum? Naja, bisher waren wir nur als neue Besitzer vorgemerkt, nachdem wir im November den Kaufpreis bezahlt haben, sind wir nun (nach 2 Monaten) auch endgültig als neue Besitzer eingetragen.

Und diese Umschreibung lässt sich das Grundbuchamt eben nochmal ordentlich bezahlen...

Leerdosen für Einbau-Spots

Bei der Elektro-Bemusterung hatten wir mit Herrn Schöps auch besprochen sowohl in der Diele im Erdgeschoss als auch im obereren Flur und in unserem Badezimmer Einbau-Spots zur Beleuchtung zu verwenden.

Hat man eine abgehängte Decke oder wie wir in der oberen Etage eine Rigips-Decke zum Dachboden ist das nicht weiter tragisch. Die Löcher für die Einbau-Spots werden später erst bei der Installation gebohrt und dann an den entsprechenden Stellen eine Leerdose für Einbaustrahler eingesetzt.

Problematischer ist das bei Stahlbetondecken (wie wir sie im Erdgeschoss haben): Hier werden die Dosen bereits im Betonwerk eingesetzt und mit vergossen. Daher muss man bereits sehr frühzeitig Anzahl und Position festlegen.

Aus diesem Grund habe ich heute schon einmal vorab das Angebot für die entsprechenden Dosen von Dannenmann (Leerdosen in Stahlbetondecke) und Elektro Schöps (Dosen im Obergeschoss) erhalten und dann auch gleich freigegeben. So können diese bei der Rohbau-Planung jetzt schon gleich mit eingeplant werden.

Das Setzen von Einbau-Spots ist nicht ganz billig: Neben dem eigentlichen "Spot-Gehäuse" benötigt man dazu noch ein Leuchtmittel (bei LED-Beleuchtung, die wir aus Energiespargründen einplanen wollen, nicht ganz billig) sowie die entsprechende Einbau-Dose für die Betondecke bzw. abgehängte Decke. Letztere ist nochmal speziell mit einer Hitze-Isolierschicht versehen, da die Spots (besonders Halogen) sehr heiss werden können.

Die Kosten für die Leerdosen liegen bei ca. 60 EUR (Betondecke) bzw. ca. 45 EUR (abgehängte Decke) pro Stück. Irgendwo in einem Blog hatte ich mal von 100 EUR pro Einbaudose für Betondecken gelesen, sodass ich denke, dass der Preis in Ordnung geht.

Da wir insgesamt 13 Spots verbauen, sind dann schon einmal die ersten 700 EUR weg...